Der sechste und siebte Tag
Ich muss die beiden Tage zusammenfassen, weil sie vom Wettkampf geprägt waren, der an diesem Wochenende stattfand.
Am Samstag morgen sind wir mit dem Auto wieder Richtung Norden gefahren, an den Shisanling Stausee (chin. ?????). Dort verbrachte ich den ganzen Vormittag damit, zwischen Organisatoren und unseren Athleten zu kommunizieren, bis wir schlussendlich alle Probleme beseitigt hatten und wir an die Startlinie konnten. Das Rennen begann um halb eins. Ihr hattet einen Platz auf der Tribüne gefunden, wo ihr mit Fabian’s Frau Isabelle und der Tochter Nora dem Wettkampf zuschauen konntet.
Ich hatte einen pannenreichen Wettkampf, fiel mit dem Fahrrad auf die Strasse und schürfte mir die ganze Seite wund. Danach fiel mir noch die Ketter raus und wurde im Rahmen eingeklemmt und schliesslich musste ich noch fast einen Kilometer zu weit fahren, weil mich die Organisatoren nicht vom Rad holten in der Wechselzone. Schliesslich konnte ich doch noch als Dritter das Rennen beenden.
Nach dem Rennen trafen wir uns mit den Leuten der Schweizer Triathlonvereinigung. Wir gingen mit ihnen zusammen eine Villa anschauen, die sie während der Olympiade mieten möchten. Anschliessend gab ich noch ein Interview für Corinne Schlatter von der NZZ bevor es endlich nach Hause ging. Der Stau auf der Strasse hielt sich in Grenzen, weshalb wir nach knapp einer Stunde schon zuhause waren.
Loading...Abends gingen wir zusammen mit Shixin zum Hotpot-Essen. Die Suppe war feurig heiss und wir hatten alle Mühe mit der Verdauung am nächsten Tag. Pa hatte es am schwersten, er wurde von Durchfall geplagt. Nach dem Essen bummelten wir noch ein wenig der Strasse entlang Richtung Hotel und trennten uns für die Nacht.
Loading...Am Sonntag musste ich die Tickets für die nächste Woche besorgen, deshalb konnten wir kein gemeinsames Program machen. Wir traffen uns wieder abends zum Essen in der Nähe des Hotels.
Nun bereiten wir uns auf die Reise in den Westen vor…..
Der fünfte Tag
Heute morgen gingen wir bereits früh los, weil ich in den Nordwesten von Beijing musste, um mich für das Rennen vom Samstag zu registrieren. Wir traffen uns bei Michi zuhause, wo ihr Cath und Kudo kennengelernt habt. Nachdem wir die Fahrräder auf die zwei Autos verteilt hatten, gings los auf die Autobahn. Zuerst Richtung Flughafen und danach auf der fünften Ringstrasse Richtung Westen. Der Tag versprach heiss zu werden und die Luft war ziemlich klar.
Bei Changping (chin. ??) mussten wir von der Autobahn und Richtung Minggräber abbiegen. Nach einigen Versuchen fanden wir schliesslich auch den richtigen Ort zum registrieren. Wir waren unter den Ersten und kamen bei der Registrierung ziemlich zügig voran, abgesehen von den üblichen Problemen (es stellte sich heraus, dass ich nicht angemeldet war und einer hatte sein medizinisches Gutachten vergessen, was ich jedoch umschiffte, indem ich einfach dasselbe Formular zweimal abgab und zwischendurch den Namen und das Geburtsatum überschrieb). Nach der Anmeldung wollte man uns einige Stunden warten lassen, weil die Startnummern noch nicht geliefert worden waren. Wir beschlossen, dass die Eltern und ich zurückbleiben würden, weil ich sowieso noch mit den Leuten des Schweizer Triathlon Teams Mittag essen wollte. Die anderen gingen also wieder zurück nach Beijing.
Da wir vor dem Essen noch genug Zeit hatten, fuhr ich am Stausee entlang Richtung Ming Gräber (http://de.wikipedia.org/wiki/Ming-Gräber). Im Chang Grab kauften wir Eintrittskarten und machten uns auf einen Spaziergang durch die Anlagen. Ich hörte mit einem Ohr einem Reiseführer zu und übersetzte die wichtigsten Details für euch.
Nach dem Besuch gingen wir zurück und traffen uns mit den Leuten vom Triathlon Team. Nach dem Mittagessen gings wieder auf die mühsame Heimfahrt, zurück in den Stau und Staub der Stadt.
Der vierte Tag
Ich war leider am vierten Tag nicht in Beijing, da ich geschäftlich in den Süden musste. Deshalb wird hier wohl der Direktbericht meiner Eltern stehen.
Der dritte Tag
Zu erst muss ich mich entschuldigen für die Abwesenheit von Bildern. Ich habe die Kamera im Auto liegen lassen und konnte die Daten deshalb nicht übertragen.
Der dritte Tag war der grossen Mauer gewidmet (http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Mauer). Wir fuhren erst gegen Mittag los, weil ich noch ins Büro musste. Bevor es Richtung Norden ging mussten wir uns auf den Umweg zur Tankstelle machen, weil das Auto nur auf Gas läuft, was hier in Beijing recht rar ist. Bis wir die richtige Ausfahrt fanden, ging es eine Weile, weil die Verkehrsführung nicht immer logisch ist. Als wir die Tanke dann fanden, ging das Gebastel bei der Tankwärterin los, die irgendeinen Aufsatz auf den Tank schrauben musste, und immer noch die Hälfte des Gases in die Umwelt spritzte.
Voll getankt gingen wir Richtung Flughafen und danach weiter in den Norden zu einem Ort mit Namen “Huairou” (chin. ??). Dort verfuhr ich mich kurz, weil sich in einem Jahr zuviel verändert hatte und ich die Ausfahrt nicht mehr fand, doch beim zweiten Versuch fanden wir dann doch noch den Kreisel wo man links abbiegen muss und von da an zeigte der Wegweiser immer Richtung “Mutianyu” (chin. ???), welches ein Abschnitt der grossen Mauer ist.
Kurz vor der Mauer hielten wir an, um uns in einem Restaurant einen Fisch zu angeln und ihn nach Bauernart braten zu lassen. Zur Wahl standen Forelle, Goldfisch (nicht wirklich, sieht nur so aus) und ein Ding das so aussieht wie ein Hecht, aber keiner ist. Mit dem Netz und ziemlich unzimperlich wurden zwei Forellen aus dem Wasser gezogen und auf den Boden geworfen, wo sie dann noch eine Weile zappelten, während ich mit dem Fischer den Preis ausmachte. Kurze Zeit später standen die Teile mit viel scharfer Würze auf dem Tisch und wurden mit Bier verschlungen.
Nach der Mittagspause brachten wir die letzten Kilometer zur Mauer hinter uns. Dort angekommen kaufte ich Tickets für den Sessellift, der uns in kurzer Fahrt auf die höher gelegenen Teile der Mauer brachte. Unterwegs bemerkten wir die vielen Kastanienbäume, die eben zur vollen Reife gewachsen waren und nun von unzähligen bambusstangenbewaffneten Männern und Frauen geschüttelt werden.
Loading...Die Mauer ist immer wieder imposant, auch wenn ich sie nun schon etliche Male und auf verschiedene Arten bestiegen habe. Es waren nicht mehr so viele Touristen da und wir konnten uns Zeit nehmen, die Szenerie zu bewundern.
Loading...Nach dem Abstieg und dem touristischen Spiessroutenlauf durch die vielen Souvenierstände stiegen wir wieder ins Auto und machten uns auf den Heimweg. Wir fuhren durch die Täler und Hügel, in denen ich viele Stunden mit Training auf dem Velo verbringe und die im Moment noch richtig saftig grün sind. Vorbei an den Ming-Gräbern und den trüben Wasserkanälen im Norden Beijings. Am Schluss zeigte ich euch noch die Villenviertel, die Expat-Slums, wo viele Ausländer ihr Dasein ausserhalb der Gesellschaft fristen. Dann standen wir noch eine Weile im Stau Richtung Innenstadt und schlossen den Tag mit einem Bummel Richtung Hotel und einem Abendessen in einem Restaurant ab, welches auf Porridge spezialisiert ist.
Der erste Tag
Angekommen!
Nachdem ihr seit langem auf die Reise gewartet habt, seid ihr nun endlich in Beijing angekommen und erst noch mit nur zehn Minuten Verspätung. China ist zugleich vertraut als auch wieder völlig neu, denn in sieben Jahren hat sich viel verändert.
Wir sind zuerst zu mir nach Hause gegangen und danach ins Starbucks zum Kaffee. Erst am Mittag konnten wir ins Hotel gehen, deshalb überbrückten wir die Zeit im Sofa. Das Hotel liegt ganz in der Nähe meiner Wohnung und ist akzeptabel (www.homeinns.com). Ihr habt zurecht bemerkt, dass das Logo aussieht, wie das von Best Western, aber ich denke, es ist einfach eine Kopie im Stil Chinas.
In der Nähe des Hotels gibt es etliche Restaurants. Wir suchten eines mit Hongkong Küche auf und warteten beim essen auf Shixin, die die kalten Platten noch einmal mit ihrer eigenen Bestellung ergänzte. Danach musstet ihr zur Bank, um chinesische Währung zu ersteigern. Ausgerüstet mit Geld mussten wir anschliessend die Garderobe um kurze Hosen erweitern, da das Wetter hier immer noch relativ heiss ist. Nachdem wir uns durch den Kleidermarkt gehändelt hatten, machten wir uns auf den Weg zum “Houhai”, einem beliebten Bar- und Restaurantbezirk am Ufer eines langgestreckten Sees. Nach einer Seeumrundung gings in ein muslimisches Restaurant, in dem man alle erdenklichen Innereien und andere Spezialitäten essen kann. Da blieben wir auf der Dachterrasse, bis die Müdigkeit zuschlug. Mit dem Taxi fuhren wir dann im Dunkeln zurück zum Hotel.
Der zweite Tag
Ich muss diese Woche jeweils morgens noch arbeiten, deshalb konnten wir uns erst am Mittag treffen. Ihr seid zur Botschaft gekommen und habt vorher in einem Kaffee erste Kontakte mit der Neugierde der Chinesen gemacht.
Wir gingen zusammen in ein Restaurant, in das ich oft über Mittag gehe, ein einfaches aber robustes Restaurant, in dem es fast alles gibt, was man sich wünschen kann. Wir bestellten Hühnerfleischbällchen süss-sauer, ein Gemüse dessen Namen ich in Google als “Wasserspinat” übersetzt gefunden habe (chin. ???) und gebratenen Reis mit Eiern.
Nach dem Essen spazierten wir zurück zur Botschaft und nahmen danach ein Taxi zum Himmelstempel (chin. ??). Beim aussteigen wurden wir sofort von Verkäufern falscher Uhren bedrängt, die euch “echte” Rolex andrehen wolltet. Pa sagte zum einen, dass er selbst bei Rolex arbeite, wonach der sofort umstellte und sagte, er verkaufe Omega Uhren. Dann stiegen wir durch das grosse Tor zum Südeingang der riesigen Parkanlage, in deren Mitte der Himmelstempel steht (Information: http://de.wikipedia.org/wiki/Himmelstempel)
Loading...Obwohl Dienstag war, hatte es eine ganze Menge Leute, die den neu restaurierten Tempel besichtigten. Die Echomauer, ein Teil der Anlage, war gesperrt, weil die Restaurierung noch nicht beendet ist, doch es gab genug zum schauen. Es ist ein wenig schade, dass der geschichtliche Teil in einem kleinen Museum noch nicht auf Englisch übersetzt worden ist.
Ein kleines Rätsel löste sich bei mir auch nach dem Besuch im Palast. Seit langem habe ich mich gewundert, weshalb die Türschwellen in chinesischen Tempeln und Palästen so hoch sind und niemand konnte mir eine Antwort geben. Gestern abend habe ich lange gesucht und wurde schliesslich auf einer deutschen Website fündig:
“Beim Betreten von Hallen und Palastgebäuden sollte man immer auf die hohen Schwellen an den Eingangstüren achten. Die Schwellen wurden zum Schutz des Gebäudes vor bösen Geistern errichtet, die nach chinesischem Glauben mangels Kniegelenken ihre Füße nicht über die Schwellen setzen können. (http://reisen.ciao.de/Kaiserpalast_Verbotene_Stadt_Peking__Test_2875077)”
Nachdem wir den Tempel besucht hatten, schlenderten wir im Park unter den Bäumen. Es ist immer noch ziemlich warm in Beijing und der Schatten tat gut. Dem Ostausgang entgegen stiessen wir auf einen langen Korridor in dem viele ChinesInnen Instrumente spielten, sangen oder in kleinen Gruppen Kartenspiele vor sich liegen hatten.
Loading...Nach einem Abstecher in ein Kaufhaus, in dem Perlen am Laufmeter verkauft werden, nahmen wir ein Taxi und gingen Richtung Norden zur Einkaufsmeile Beijings, dem “Xin Tian Di” (chin. ???), wo sich die Schönen und Reichen Beijings tummeln. Dort trafen wir auf Shixin, die sich bereits im Starbucks mit Kaffee ausgerüstet hatte. Das taten wir auch und bequemten uns in die weichen Sofas. Ma versuchte sich an einem Mondküchlein mit Grünteefüllung , die sich im Gaumen ziemlich kitschig anfühlte. Nach der Kaffeepause gings weiter mit dem Bummel Richtung Bücheladen, wo wir uns mit DVD’s über China und Postkarten eindeckten. Danach wollte der Hunger gestillt sein, was wir in einem Nudelspezialitätenhaus taten.
Loading...Hier unten sind Pa’s Akrobatikeinlagen bei der Schlacht mit den langen Reisnudeln:
Loading...Wir schlossen den Tag ab mit einem Spaziergang in Richtung Hotel. Unterwegs kamen wir bei einem Laden vorbei, wo man sehr spezielle chinesische Kleidung kaufen kann und Ma und Shixin deckten sich beide mit Jäckchen ein. Auf dem Fruchtmarkt in der Nähe unserer Wohnung kauften wir Trauben und Pfirsiche und danach gingen die Eltern mit dem Taxi zurück ins Hotel.
As seen on Beijing TV
The summer season is almost over with only three more criterium races to go. It was great fun and a lot of work. The bike scene has expanded in the last two years and a lot of faces have become very familiar.
This week a team from the local TV station visited the Golden Port Motorpark outside of Beijing to produce a feature on our races and to do some interviews. The result is a very sad piece of Sport news that was broadcasted the day after the race. The whole feature only took up 40 seconds of the one hour broadcast and it didn’t capture the event at all.
Anyway, here is the lame broadcast for history’s sake:
On the road with Fabian and Michi
First weekend in May 2006; Michi, Fabian and I went out on one of our training sessions. Since we only had an easy 60km to ride, I decided to take my camera along and shoot some memories.
Journey to the West
So, es ist endlich so weit, die Ferienvorbereitungen für den Herbst haben begonnen. Ich habe mir lange überlegt, wie ich es euch am besten zeige, wo wir hingehen. Natürlich kann man immer eine Karte kaufen und dann die Route darauf anzeigen, aber Bilder sind immer wichtiger als nur ein Stück Kartenausschnitt.
Aus diesem Grund habe ich begonnen, in Google Earth die Strecke zu bebildern. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen, denn ich werde in der nächsten Zeit auch auf der Webseite immer wieder neue Informationen zu den verschiedenen Stationen unserer Reise hinzufügen. Im Moment gebe ich euch einen Startpunkt, einen Link, der die virtuelle Reise beginnt. Sobald ihr den Link in Google Earth geöffnet habt, könnt ihr auf die kleinen Bilder drücken, um Informationen über den Ort zu finden. Unten an der Beschreibung sind jeweils in grau ein “vorwärts” und “zurück” link, der euch bei der Navigation zum nächsten Punkt hilft.
Aber genug geschrieben. Hier ist der STARTPUNKT